JÖRG SCHELLER
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Über „No Sports! Zur Ästhetik des Bodybuildings“ (2010)

„Freimauer, Faschisten, Disneyland? Was für eine Mischung... Und was hat das alles mit Bodybuilding zu tun? Jörg Scheller weiß es. Er hat ein Buch darüber geschrieben. […] Es geht um den tieferen Sinn der „Fleischmaurerei“, wie er es nennt. Um das Selbstverständnis. Um seine Einordnung, seine Definition, seinen kulturgeschichtlichen Hintergrund und... ganz wichtig: um Ästhetik! Überraschend gut gelingt ihm dies in der literarischen Umsetzung. Mit Esprit und Kreativität weiß er seine ganz eigene und gut fundierte Sicht auf die Welt des Bodybuildings zu formulieren. Das geschieht mit zum Teil hohem Anspruch an das Interesse und Verständnis des Lesers. Wer jedoch über den Rand der Hantelscheibe hinaus blicken und tiefer gehend in die kulturelle Verankerung, Entwicklung und Vision des Bodybuildings hinein tauchen möchte, wird in diesem Buch eine sehr durchdachte Grundlage finden.

derwillezurkraft.de, November 2011 

„Was passt nicht in diese Reihe? Anthroposophie, Klassizismus, Pop-Art, Bodybuilding. Wer jetzt „Bodybuilding“ sagt, hat das Buch „No Sports!“ noch nicht gelesen. Der Zürcher Kulturwissenschaftler Jörg Scheller erzählt darin die Geschichte des Bodybuildings als Kunstgeschichte. Die Muskeln von Sportlern haben schließlich einen Zweck, die der Bodybuilder sollen nur perfekt aussehen. Scheller schlägt deshalb vor, die Bodybuilder bei der Künstlersozialkasse ins Gespräch zu bringen. [...] Die Weltmeisterschaft der Bodybuilder, der Wettbewerb Mr. Olympia, sollte deshalb nicht mehr als Sportwettbewerb begriffen werden, sondern als Leistungsschau internationaler Bildhauer, die auf der Art Basel aufgrund eines Fehlschlusses keinen Zutritt haben.

Süddeutsche Zeitung, 6. Juli 2011   

„Echt starke Kunst: Der Kunstwissenschaftler Jörg Scheller holt die Bodybuilder heraus aus der Sportecke und stellt sie in eine Reihe mit kunstsinnigen Bildhauern. Ein Buch wie ein Muskelaufbauprogramm. [...] Scheller begegnet einem ästhetischen Phänomen letztlich mit den richtigen Mitteln: den Methoden und Werkzeugen des Kunsthistorikers. Das eröffnet eine ungewohnte Perspektive, die umso plausibler wird, je mehr man sich dem Ende seiner Abhandlung nähert. Schellers scharfe Trennung zwischen Fitnesswahn und Sportbegeisterung auf der einen, und dem Bodybuilding auf der anderen Seite, rückt die mitunter Grauen erregenden Muskelpakete in die Ecke der modernen Kunst. Ob das hässlich, pervers oder gesundheitsschädlich ist, spielt dann plötzlich überhaupt keine Rolle mehr - hier handelt es sich schlicht und einfach um im Wortsinn „starke Kunst.

kultiversum Online-Kulturplattform, 22. Juni 2011

„Auf 270 Seiten erläutert Scheller auf wissenschaftliche und zugleich unterhaltsame Art, inwiefern Bodybuilder die Idee der Aufklärung - der Mensch kann sich selbst neu erschaffen - konsequent umsetzen und Bildhauer wie auch Skulpturen in Personalunion sind. Er tut dies so elegant, leichtsprachig und witzig, dass das Buch weit über das kunstwissenschaftlich interessierte Publikum hinaus empfohlen werden kann. Scheller schafft es, am Phänomen Bodybuilding und dessen Rezeptionsgeschichte unseren gesellschaftlichen Zeitgeist zu analysieren.“

Tagesanzeiger (CH), Januar 2011

„...eine ebenso kluge wie originelle Ehrenrettung einer Subkultur“

KulturSPIEGEL, Dezember 2010

„Bodybuilder erhalten mit dem Buch einen philosophisch-wissenschaftlichen Einblick oder besser Rundumblick zum eigenen Sport und Nicht-Bodybuilder eine Einsicht ins Bodybuilding selbst.“

Got-big.de, Februar 2011

„Bodybuilding? Eigentlich kein Thema, das kunstaffine Menschen sonderlich reizt. Doch wenn sich ein gescheiter Kopf wie der deutsche Kunsthistoriker Jörg Scheller ... mit diesem Thema befasst, dann lockt die Lektüre gleichwohl – zumal der Mann über eine ordentliche Portion Humor verfügt und immer wieder überraschende kulturhistorische Parallelen aufzudecken weiss.“

Die Wochenzeitung (CH), Februar 2011

„Schellers Geistesgeschichte der Muckimenschen ist so klug wie amüsant zu lesen.“

Stuttgarter Nachrichten 266/2010 (Sonderbeilage)


„Der Stuttgarter Jörg Scheller hat die Ästhetik des Bodybuildings untersucht – und räumt mit vielen Vorurteilen auf.

Stuttgarter Zeitung, Dezember 2010

Der Athlet, ähnlich wie ein Steinmetz, arbeitet an seinem Körper, feilt an ihm und optimiert ihn, macht aus ihm jene Statur des Seins, die einem antiken Kunstwerk zu gleichen hat. Jörg Scheller, der sozusagen die Vorschule einer «Ästhetik des Bodybuildings» vorlegt, verabschiedet sich denn auch ausdrücklich vom Bodybuilding als Element des Sports und der Kulturgeschichte. Denn: Der modellierte, inszenierte, als geformte Muskelmasse erscheinende Körper sei ein Beitrag zur Ästhetik der Existenz, und ergo gehöre das Bodybuilding als solches in die Kunstgeschichte. [...] Lust ist Arbeit am Selbst, der Körper ein radikal selbstbezogenes Kunstwerk. Und ja: Die expansive Männerbrust beginnt dem weiblichen Busen als Kunstobjekt den Rang abzulaufen.

Neue Zürcher Zeitung (CH), November 2010

Über „Inter View Pop Comics“ (2006)

„Interviews müssen nicht immer im bekannten Frage-Antwort Spiel ablaufen. Der Comicband Inter View - Pop Comics bringt das Beste aus zwei Welten auf einen gemeinsamen Nenner: Skurrile Anekdoten von Musikern und ordentliche Comic-Kunst zum Anschauen.“

Jetzt.de, Juli 2006

„‚Inter View‛“ ist kein Heftchen, dass nach einem Stündchen Herumblättern seine Faszination verliert. Auf über 100 Seiten werden Interviews innovativ inszeniert. Das Buch erweckt den Eindruck, als sei das Comic erfunden worden um Interviews zu erzählen, und Interviews nur geführt um als Comics zu erscheinen.“

Planet Interview.de, Mai 2006


Über den Heavy Metal-Lieferservice „Malmzeit“ (2003 - heute)

„Bleibt eigentlich nur ein gut gemeinter Rat, es doch bitte einfach sein zu lassen und stattdessen ein Comedyprogramm zu erstellen ...“

Powermetal.de, 2006

„Hätten die Jungens mal ähnlich viel Kreativität in die Musik gesteckt wie in die Marketingideen!“

Vampster.de, August 2005

„Etwas schlechteres und unlustigeres habe ich seit 20 Jahren nicht gehört. Und ich bin mir sicher: Das ist die Absicht von Malmzeit: Schlechter zu sein als alle anderen. Glückwunsch! Ziel erreicht.“

Metalglory.de, Juli 2005

„Über das Songmaterial möchte ich mich hier nicht auslassen. Es gleicht im Gesamtbild einem gespielten Witz – so sieht das die ‚Band‛ aber offensichtlich auch. Ich vermute fast, die sehen sich als Kreuzung aus betrunkenen Knorkator und dem Jazz entflohenem Helge Schneider in der Selbstfindungsphase.“

Metalspheres.de, 2005


Über die Band longjumpmin (1999-2006)

„Interessant und manchmal richtig gross“

Intro-Magazin, März 2001

„Beeindruckend auch, wie frei klingt, was bis ins letzte Detail kalkuliert ist: jeder Noise-, Postrock- oder Jazzausflug korrespondiert aufs Exakteste mit textlichen Wechseln – die Band als System, Flucht in die basale Selbstreferenz als Konzept. Insgesamt entsteht ein Konglomerat von musikalischen und textlichen Brüchen, das trotz der Permanenz des Abdriftens wunderbarerweise immer songstruktur behält. Definitiv kein easy listening (obwohl auch der verbraten wird). Könnte dafür groß in Japan werden.“

Intro-Magazin, April 2001

„In ihrer Programmusik soll es weder Strophen noch Refrains geben. Ihr Hit heißt wie weit ist es noch“ - ohne Fragezeichen. Es wird nicht mehr weit sein. Das ist kreativ und lustvoll und wird bald keine Subkultur mehr sein.“

Kurt Weidemann über longjumpmin, in: ders., Worte: auf die Waage gelegt, auf die Schippe genommen, Ostfildern-Ruit: Hatje Cantz, 2000, S. 21

„In dem Mix aus elektronischen Beats, Indie-Gitarren, Orgelsounds und wunderlich bis wunderbaren selbstgebauten Effekten gibt es erstaunlicherweise auch etwas, was sich durchhält: die melancholische Grundstimmung.“

Bietigheimer Zeitung, November 2000

„Experimental-Trio, das mit einer Fülle von Instrumenten nach Sounds forscht und die Pop-Szene auf dadaistische Weise karikiert.“

Stuttgarter Nachrichten, November 2000

„In jedem Moment interessant.“

Stuttgarter Zeitung, Januar 2001

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